Ein Fördergurt besteht aus mehreren funktionalen Schichten: Die Tragseite nimmt das Fördergut auf und ist auf Verschleiß durch Abrieb, Stöße und chemische Einflüsse ausgelegt. Die Laufseite läuft über die Trommeln und wird auf Biegefestigkeit beansprucht. Dazwischen liegen Gewebeeinlagen oder Stahlseilkarkassen, die die Zugkräfte aufnehmen.
Je nach Anwendung liefern wir Gurte in Standardausführung oder als Sonderfertigung – mit Profilierungen, in lebensmitteltauglichen Werkstoffen oder für besondere Anforderungen durch Umwelteinflüsse.
Gurttypen und Ausführungen
- Flachgurte (glatte Tragseite) – Für waagerechte und leicht geneigte Förderanwendungen in Logistik und Produktion
- Chevronbänder (V-Profil) – Für Steigungen bis ca. 35°; verhindern Rückrollen von Stückgut und Schüttgut
- Stollenbänder – Mit aufvulkanisierten Mitnehmern für Steigungen über 35°; verschiedene Stollenformen und -höhen
- Wellkantengurte – Seitliche Wellkanten verhindern Verlust des Förderguts
- Perforierte Bänder – Abluft oder Vakuumansaugung durch die Gurtfläche; u. a. für Trocknungsanlagen
Typische Einsatzbereiche
- Bäckereien: hitzebeständige und lebensmittelkonforme Gurte, leichte Rautenprofile erleichtern die Produktabgabe
- Fischverarbeitung und Käserei: hygienisch, spaltfrei, beständig gegen aggressive Reinigungsmittel
- Schokoladenherstellung: temperaturbeständig und leicht zu reinigen (abschaben)
- Recycling und Schüttgut: abriebfeste Gummimischungen, hohe Schlagzähigkeit
- Landwirtschaft: extrem witterungsbeständig und belastbar
Normen, Zulassungen & Werkstoffe
- DIN 22102 – Gewebeeinlagen-Fördergurte (Ep-Gurte), Deckplattenqualitäten W, X, Y, Z
- DIN 22129 – Stahlseilfördergurte für hohe Zugbelastungen
- EU-Verordnung 10/2011 – Kunststoffe im Lebensmittelkontakt
- FDA 21 CFR 177.2600 – US-amerikanische Zulassung für Lebensmittelkontakt
- EN ISO 284 – Antistatische Fördergurte
Individuelle Beratung
Wir beraten Sie persönlich – für Standardprodukte, Sonderanforderungen und alles dazwischen. Direkt und unkompliziert.
ENOC in der Praxis
Besonders gefragt sind bei uns lebensmitteltaugliche Gurte für Betriebe der Lebenmittelverarbeitung: Bäckereien, Fisch- und Fleischverarbeitung, Fruchtveredelungen, Molkereien und viele mehr. Wir liefern, beraten zur Werkstoffwahl und montieren bei Bedarf direkt vor Ort.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass ein Fördergurt getauscht werden muss?
Typische Verschleißzeichen: Risse in der Deckplatte, freiliegende Einlagen, starker Abrieb der Tragseite, Schieflaufneigung trotz korrekter Einstellung oder aufgerissene Gurtverbindung. Im Zweifel schicken Sie uns ein Foto oder wir kommen zur Sichtprüfung vorbei.
Kann ich einen alten Gurt als Muster mitbringen?
Ja, das ist die einfachste Methode. Wir messen Breite, Stärke, Einlagenanzahl und Querschnitt der Verbindung aus und identifizieren das passende Ersatzprodukt – auch wenn keine Typenbezeichnung mehr sichtbar ist.
Was ist der Unterschied zwischen Ep- und Stahlseilgurten?
Ep-Gurte (Gewebeeinlagen) sind für kurze bis mittlere Förderlängen und mittlere Zugkräfte geeignet. Stahlseilgurte (St-Gurte) kommen bei langen Anlagen, hohen Zugkräften und niedrigen Dehnungsanforderungen zum Einsatz, z. B. im Tagebau oder bei Überlandförderern.
