Stollen und Mitnehmer werden auf die Tragseite des Fördergurtes aufvulkanisiert oder aufgeklebt. Sie verhindern das Zurückrollen von Fördergut an Steigungsstrecken und ermöglichen so eine zuverlässige Förderung auch bei Neigungswinkeln von 20° bis 45° und mehr.
Form, Höhe und Abstand der Stollen richten sich nach dem Fördergut: Feinkörniges Schüttgut braucht dicht gesetzte, niedrige Profile; Stückgut benötigt kräftigere, weiter beabstandete Mitnehmer.
Stollenformen und Varianten
- T-Stollen – Symmetrisch, beidseitig wirksam; geeignet für körniges Schüttgut wie Getreide und Sand
- L-Stollen (einseitig) – Für leichtere Anwendungen, günstige Herstellung
- Rautenprofile (Chevron) – Schuppenartig angeordnet; gleichmäßige Mitnahme feiner Schüttgüter
- Hochstollen und Zackenstollen – Für Steilförderwinkel bis 60°; Hackschnitzel, Kompost, grobe Schüttgüter
- Individuelle Sonderprofile – Nach Kundenvorgabe gefräst oder in Sonderwerkzeug vulkanisiert
Einsatzbereiche
- Getreide- und Futterförderung in der Landwirtschaft
- Sand, Kies und Schotter im Baustoffbereich
- Hackschnitzel und Biomasse in der Energieerzeugung
- Kartoffeln, Rüben und Gemüse in der Lebensmittelindustrie
Normen, Zulassungen & Werkstoffe
- DIN 22102 – Gurtgrundkörper; Stollenwerkstoffe CR, NR oder SBR je nach Umgebung
- EU-Verordnung 10/2011 / FDA – Für Stollen in Lebensmittelkontaktanwendungen
Individuelle Beratung
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Häufige Fragen
Kann man Stollen nachträglich auf einen bestehenden Gurt aufkleben?
Ja, mit geeignetem Kaltkleber oder Vulkanisierungskleber. Die Haftfestigkeit ist jedoch geringer als bei einer aufvulkanisierten Lösung. Für dauerhafte Anwendungen empfehlen wir einen neuen Gurt mit aufvulkanisierten Stollen.
